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Die Thermografie (auch Thermographie)
ist ein Bildgebendes Verfahren, das Infrarotstrahlung sichtbar
macht . Eine Wärmebildkamera wandelt die für das menschliche
Auge unsichtbare Wärmestrahlung (Infrarotlicht) eines Objektes oder Körpers
auch aus größerer Entfernung mit Hilfe von Spezialsensoren in elektrische
Signale um, die durch Computer leicht verarbeitet werden können. Dadurch ist
der Temperaturmessbereich (Dynamikumfang) deutlich ausgeweitet worden, es
lassen sich aber auch winzige Temperaturunterschiede benachbarter Punkte feststellen.
Heutzutage wird meist Thermografie als Synonym für die Infrarotthermografie
verwendet . Mit Hilfe der Thermografie lassen sich so genannte „Wärmebilder“
erzeugen, für die Infrarotstrahlung aus der Eigenwärme von Gegenständen genutzt
wird. Eine besondere Anwendung ist die Bauthermografie zur Qualitätssicherung
und Visualisierung von Wärmebrücken und Wärmeverlusten an Gebäuden. Im Ergebnis
können dann Wärmedämmende Maßnahmen gezielt eingesetzt werden.
Wärmebildkameras nutzen allerdings aufgrund der typischen
Emissionswellenlängen in der Nähe der Umgebungstemperatur (vgl.
Wiensches Verschiebungsgesetz) den Spektralbereich von 3,5 – 14 µm
(mittleres Infrarot, kurz MIR).
Dieser Bereich ist auch für die Messung und bildliche Darstellung
von Temperaturen im Umgebungstemperaturbereich
geeignet, wenn der Emissionsgrad bekannt ist. |
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Dieser streut allerdings materialabhängig sehr
zwischen 0,012 und 0,98 - entsprechend ungenau kann die
Temperaturzuordnung ausfallen. Die normale Atmosphäre ist
in diesem Bereich aufgrund ihrer Zusammensetzung weitgehend transparent, die
Strahlung der Sonne sowie künstliche Lichtquellen stören dabei nicht. Das
Verfahren, mittels einer Wärmebildkamera Bilder zu erzeugen,
nennt man Thermografie. |
Beispiele für verschiedene Wärmestrahlungen an ungedämmten und gedämmten Baukörpern
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Fassade ohne Dämmung bei Temperaturen um die
–10 °C , Wärmeverlust im Dachbereich über Dachluke , Fenster sind aus PVC
mit einer Einfachverglasung .
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Gedämmte Fassade mit den selben Parametern wie das vor her
gehende Bild (Tag und Temperatur), da der Dachboden nicht gedämmt ist und
die Wärme die nach oben durch die Decke geht das Holz des Dachstuhls erwärmt
, ist an der leichten violetten Färbung erkennbar
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Gedämmte Fassade eines Hauses , Erbaut um 1930 mit einem
Zweischalenmauerwerk und Holzfenster mit Doppelverglasung
ca. um 1980 . Hier ist der größte Wärmeverlust des weiteren
ist der Sockel nicht o. nicht ausreichend gedämmt . Die grünen Punkte an der
Hausecke ist die Wärmeabstrahlung der Klingelanlage .
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Abb. Haus o. Dämmung Baujahr um 1930 mit Zweischalenmauerwerk
und Holzfenster mit Doppelverglasung
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Betonplattenbau ca. 1980 ungedämmt , Lehrwohnungen
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Gedämmte Giebelfläche mit Eternitverkleidung , dunkle Fläche
haben auf Grund ihrer Färbung und der Reflexion eine andere Wärmesignatur
, auch wenn es das selbe Material ist sie folgend Bilder .
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Der hellgrüne streifen ist wie im Bild neben an nur andersfarbig
abgesetzt , und hat auf Grund seiner dunklen Färbung eine andere Wärmesignatur
wie der Rest der gedämmten Fassade . Über dem unter Fenster ist ein dunkeler
Streifen sichtbar , dies ist der weiße Farbton der Fensterfasche . ( Reflektion
und Absorption ) (www. de.wikipedia.org )
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Ungedämmter Plattenbau ; die linke Bildhälfte ist das Wohnzimmer
beheizter Zustand rechte Bildhälfte Schlafzimmer nicht o. wenig beheizt ,
an den Plattenfugen ist der größte Wärmeverlust .
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Gedämmte Fassade mit Sichtbaren Dübelbild ( hellblaue Punkte
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Abzeichnung
der Hofbeleuchtung grüner Fleck in der Mitte
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Wärmeverlust
am Sockel durch fehlende Dämmung
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Fachwerkhaus ungedämmt im Erdgeschoss ( Ladenfläche ) befinden
sich Bruchsteinmauerwerk ca. 50 cm Stark kaum Wärmeverlust , Obergeschoss
Wohnung Holzbalken zeichnen sich gut ab da ein anderes Wärmeleitverhalten
als Stein .
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ungedämmte Fassade Klar zu sehen sind die Wärmequellen unter
dem Fenster Anbau
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Spielend Kinder vor einer Fassade
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zwei Hunde |
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weitere Wärmebrücken an Gebäuden : |
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Hier handelt es sich um eine gedämmte Fassade bei den drei
Bildern
Der Dachstuhl ist gehobelt mit einer Aufspardämmung ,dadurch haben die Balken
direkten Kontakt mit der Raumtemperatur , d.h. sie erwärmen sich und geben
Ihre Wärme nach außen ab . Auf dem zweiten Bild handelt es sich wahrscheinlich
um Holzschwund der bei warmen Temperaturen im Innenraum stark vorkommt . Da
der Dachboden bewohnt und offen ist haben wir hier die größten Temperaturen
, d.h. hier zieht sich das Holz am meisten zusammen .
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| Was ist noch mit
Thermografie möglich ? |
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| Sichtbarmachen von Wasserkondensaten
um die Schimmelpilz – Bildung zu bekämpfen . |
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Aufnahme eines Innenraumes bei 23
°C und 58 % relativer Luftfeuchte , ungedämmte 24 cm Mauerwerk und ungedämmter
Dachboden , bei einer Außentemperatur von ca. – 10°C . Da wo die grüne Färbung
ist , befindet sich Kondenswasser auf der Wand , welches bei den Temperaturen
von 8,5 °C – 12,5 °C der beste Nährgrund für Schimmelsporen ist .
Schimmelpilze sind ein natürlicher Teil unserer belebten Umwelt. Ihre Sporen
sind fast überall zu finden, also auch in Innenräumen. Sie sind normalerweise
harmlos. Übersteigt allerdings die Schimmelpilzkonzentration ein bestimmtes
Maß, kann es zu gesundheitlichen Problemen für die Bewohner kommen. Schimmelpilze
benötigen zum Wachsen viel Feuchtigkeit. Ursachen erhöhter Feuchte innerhalb
von Gebäuden können zum Beispiel sein:
a) direkter Eintrag von Feuchtigkeit zum Beispiel über: defekte Dächer (insbesondere
Flachdächer), Dachrinnen und Fallrohre;
Risse im Mauerwerk; ungenügendes Austrocknen nach Baumaßnahmen; Wassereintritt
infolge Rohrbrüchen, Überschwemmungskatastrophen etc.
b) unzureichende Abfuhr erhöhter Raumluftfeuchte durch: unsachgemäßes Heizen
und Lüften, insbesondere in „luftdichten“ Gebäuden.
Kondensation (Tauwasserbildung) von Luftfeuchte im Bereich von „kalten“ Wänden,
die wegen unzureichender Wärmedämmung in manchen
Altbauten ein Problem darstellen. Baufehler wie Wärmebrücken führen ebenfalls
in Neu- und Altbauten zur Wasserdampfkondensation entlang
der Bauschadensbereiche.
Das Schimmelpilzwachstum im Innenraum wird hauptsächlich durch drei Faktoren
bestimmt: Feuchtigkeit, Nährstoffangebot und Temperatur.
Literatur Hinweis : http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/2227.pdf
Diese Aufnahmen entstanden mit einer
Wärmebildkamera vom Type "FLIR System S B50".
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